Kabelsteg

Vergehen
Anja Lechner und Mathis Nitschke vor der Brücke Kabelsteg. Foto: KP Werani

KABELSTEG ist ein Instrumentalstück, das als Vorstudie zur Smartphone App VERGEHEN entstanden ist. VERGEHEN ist ein interaktiver Hörspaziergang an der Münchner Isar, vom Rauschen der Kaskaden unterhalb des Maximilianeums zum Rauschen der Schleusen am Wehrsteg. Diese Bewegung vom Rauschen ins Rauschen hat Anja Lechner ans Cello übersetzt: lange Bögen führen vom tonlosen Rauschen in den vollen Ton und wieder zurück. Die Tonhöhen dieser Bögen gab Mathis Nitschke vor und schichtete sie anschließend am Computer zu Akkorden. Die zu hörende Klangwelt besteht fast ausschließlich aus Anjas Spiel, es gibt fast keine digitale Verfremdungen. Es ist Teil der Hörfassung auf CD und als Download, erhältlich über Bandcamp:

Das Londoner Label Nonclassical nahm Nitschkes Komposition ‚Kabelsteg‘ in ihre erste Veröffentlichung der Serie Outside the lines auf, eine faszinierende Kompilation mit Arbeiten interessanter Vertreter der jungen klassischen Musik:
https://nonclassical.bandcamp.com/album/outside-the-lines-vol-1

Gegründet vom Prokofiev-Enkel Gabriel Prokofiev enstand Nonclassical aus der Londoner Bewegung der classical club-nights. Mehr dazu auf www.nonclassical.co.uk/about-us/.

Outside the Lines Vol. 1 wurde digital auf Bandcamp, Apple Music und Spotify veröffentlicht. Dazu gibt es auch 100 Kompaktkassetten als limitierte Auflage. Präsentiert werden das Cello Trio Tre Voci mit ‚Modus Triplex‘ by Alex Nikiporenko, electronic artist Tom Richards und das Tempest Flute Trio, das Klarinetten und Percussion Ensemble NasDUO, Dani Howard und eben Mathis Nitschke mit der Cellistin Anja Lechner.